Juniorenlager 2017

Samstag

Nachdem uns das Wetter in den letzten Tagen gelegentlich im Stich gelassen hat, so war es uns wenigstens bei der Heimreise wieder hold. Um 12.30 h sind alle Juniorinnen und Junioren wieder wohlbehalten auf den heimischen Lättich zurückgekehrt. Das Juniorenlager 2017 ist damit bereits wieder Geschichte - es lebe das Juniorenlager 2018!

 

 

Zum Abschluss des Juniorenlagers 2017 und mit Blick auf die künftigen Juniorenlager nachfolgend noch ein paar Gedanken zu einem Thema, das uns diese Woche abseits vom Fussballplatz beschäftigt hat und zu dem die ältesten Junioren einen wertvollen Video-Beitrag produziert haben.

 

Die sogenannt sozialen Medien haben in den letzten Jahren unsere Gesellschaft massgeblich geprägt und nachhaltig verändert. Und dies nicht nur zum Positiven. Nicht nur im Geschäftsleben dreht sich die Welt viel schneller, ist vieles anspruchsvoller geworden und führt immer mehr zu Überforderung und sogar Krankheit. Auch bereits die (jungen) Jugendlichen sind dem immensen Druck des permanenten „Online-sein-müssens“ ausgesetzt. Dazu kommen der Zugang zu einem grossen Angebot von nicht altersgerechten Inhalten und Angeboten sowie eine riesige Auswahl von Online-Games mit gefährlichem Suchtpotential. Dies alles gilt es zu managen und zu widerstehen. Eine ebenso ernste wie schwierige Aufgabe für ein Kind und seine Eltern.

 

Es gibt wohl keine Familie, die nicht schon Diskussionen und Streit wegen der Smartphones ihrer Kinder gehabt hat, sei dies bezüglich Nutzungsdauer oder -inhalt. Im Juniorenlager ist dies nicht anders. Wie soll es auch?  Es sind dieselben Kinder, dieselbe Gesellschaft, dasselbe Umfeld. Einzig der Standort ist anders als gewohnt, aber der ist in der Online-Welt ja sowieso nicht entscheidend. Bisher war das Mitnehmen von Handys und Smartphones immer erlaubt. Vor einiger Zeit hat die Lagerleitung beschlossen, die Geräte in der Nacht einzuziehen, um u.a. exzessiver Nutzung und mangelnder Erholung vorzubeugen. In diesem Jahr sah sie sich allerdings gezwungen, die Nutzung von Handys und Smartphones ab Donnerstag vollständig zu unterbinden.

 

Die Reaktionen dazu waren sowohl von den Kindern wie auch von den Eltern erfreulich positiv. Zwar haben vereinzelte Juniorinnen und Junioren prophezeit, dass sie den Rest des Lager so nicht überstehen werden, was sie dann selbstverständlich doch gemacht haben. Und zwar ohne Probleme. Im Gegenteil wurden bereits halb verloren geglaubte Werte und Aktivitäten in erfrischender Weise schlagartig wiederbelebt. Es wurde wieder viel mehr mit einander geredet – und zwar von Angesicht zu Angesicht und in sich immer wieder verändernden Gruppen. Gesellschaftsspiele wurden auch bei den älteren Jugendlichen wieder salonfähig, wobei der gemeinsam erlebte Spass in der Gruppe durch kein Online-Game ersetzt werden kann. Es entstand eine ganz neue Stimmung, die nicht nur der Lagerleitung positiv aufgefallen ist und gefallen hat, sondern auch den Juniorinnen und Junioren selber. Die B-/C-Junioren haben sich sogar sehr vertieft damit beschäftigt und ein Video darüber produziert (sie haben dazu ein Smartphone für diesen ausschliesslichen Zweck temporär zur Verfügung gestellt erhalten).

 

Das Resultat finden wir echt gelungen. Aber fast noch mehr gefreut haben wir uns über die aus vollständiger Eigeninitiative und –motivation entstandene Auseinandersetzung mit dem Thema. Wir danken den Junioren für den im Video gemachten Vorschlag zur künftigen Handy-Nutzung im Lager. Nach einer ersten Kurzanalyse der gemachten Erfahrungen der 2 ½ handyfreien Tage tendiert die Lagerleitung dazu, dass die Juniorinnen und Junioren ihr Smartphone künftig ganz zu Hause lassen. Selbstverständlich werden die Kommunikation zu den Eltern und der Notfall-Dienst über die Lagerleitung sichergestellt sein – wie zu Zeiten vor dem iPhone …

Freitag

Es ist kaum zu glauben, wie schnell doch die Zeit vergeht. Bereits haben wir den letzten Trainingstag erreicht. Und wie war das Wetter? Eine rhetorische Frage mit impliziter Antwort. Will heissen, es hat erneut geregnet. Wir haben deswegen das erste Mal auf das morgendliche Footing verzichtet. Aber auch, weil die Kids mittlerweile doch etwas müde trainiert sind. Zudem hat das nasskalte Wetter in Kombination mit Flip Flops und nassen Haaren seinen Tribut gefordert, indem der eine oder andere leider etwas kränkelt (nicht schlimm).

 

Am Vormittag haben wir im Dauerregen nochmals ordentlich trainiert und am Nachmittag stand ursprünglich ein Abschlussturnier auf dem Programm. Der tagelange starke Dauerregen ist allerdings nicht spurlos am an sich robusten Fussballplatz vorbei gegangen. Vernünftigerweise haben wir deshalb auf das Turnier verzichtet. Das bunte Ersatzprogramm hat die Jungs und Mädchen aber genauso angesprochen. Die B-Junioren haben die Organisation und Durchführung eines Tischtennis-Turniers übernommen. Der fast schon logische Sieger hiess dabei Dario Buob. Dario ist niemand geringerer als der legendäre Seriensieger der Juniorenlager-Tischtennisturniere der letzten Jahre, früher als Junior und heute als Trainer. Als weitere schweisstreibende Indoor-Sportart wurde ein „Töggeli-Turnier“ durchgeführt. Die beiden Tischfussball-Virtuosen Ruben Rickenbacher und Dario Andermatt haben dieses Turnier in überzeugender Manier gewonnen. Dass im FC Baar Juniorenlager auch das Thema Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommt, beweist eine weitere Aktivität unter Leitung von Angie. Durch das überwiegend schlechte Wetter haben wir deutliche weniger Pausenobst verzehrt als sonst und von Fourier Hans-Jörg eingekauft. Der Obstüberschuss wurde kurzerhand in eine wunderbaren (selbstverständlich alkoholfreien) „Cool-and-Clean-Bowle“ verwandelt. Eine wunderbare Idee, die den Beteiligten zudem noch viel Spass gemacht hat. An dieser Stelle auch herzlichen Dank an Sonja und Mäni vom Frutighus, die den Rimuss offeriert haben.

 

Am Abend erfolgte der Lagerückblick aus sportlicher Sicht. Auch mit der nötigen Selbstkritik kann ein überaus positives Fazit aus dieser Woche gezogen werden. Trotz der teils schwierigen Wetterbedingungen und damit notwendig gewordenen flexiblen Trainingsgestaltung wurde sehr gut trainiert. Die Lektionen wurden gewissenhaft und akribisch vorbereitet und entsprechend durchgeführt und gecoacht. Die polysportiven bzw. alternativen Koordinations- und Krafttrainings haben sich erneut bewährt und für – wenn auch anstrengende – Abwechslung gesorgt. Die Funktion und Arbeit von Andrea Büeler Moos als technischer Coach hat sich ebenfalls bewährt und wurde als sehr hilfreich bewertet.

 

Unvermeidlich in jeder Lagerwoche ist die letzte Nacht. Schauen wir mal, was die Juniorinnen und Junioren alles halten können, was sie sich vorgenommen haben …

 

2017 ist (war) das letzte Juniorenlager von Lagerleiter Roland Eisert

 

Ende des Juniorenlagers 2008 hat Roland Eisert den Lagerleiter-Stab von Lager-Legende Rino Müller übernommen und 2009 sein erstes Juniorenlager als Verantwortlicher durchgeführt. Roland ist dannzumal zweifellos in riesengrosse Fussstapfen getreten – und sie sind bis 2017 nicht kleiner geworden! Auch wenn sie in ihrer Art unterschiedlich sind, so haben beide eine bzw. die entscheidende Eigenschaft gemeinsam: sie beide haben das Juniorenlager mit unendlich viel Herzblut geführt und damit ausserordentlich geprägt.

 

Nun geht also eine weitere Ära nach 9 Jahren zu Ende. Roland, wir danken dir herzlich für alles, was du für das Juniorenlager, aber im Besonderen für die hunderten von Juniorinnen und Junioren in dieser Zeit getan und geleistet hast!

 

Selbstverständlich haben die Lagerleitung sowie die Juniorinnen und Junioren die Verdienste von Roland gebührend gewürdigt. Nach dem Nachtessen haben die Kids Roland und Eva Eisert mit einer Offensive des Dankes überrascht. Nicht ohne eine gewisse Rührung auszulösen, ob derart (berechtigtem) Lob. Später am Abend hat sich auch die Lagercrew gebührend bei ihrem langjährigen Chef für die vielen tollen Lager bedankt mit unzähligen Erlebnissen und Anekdoten, lustigen Abende, Sprüche, kurzen Nächte, intensiven Trainings, medizinischen Einsätze, Seelenmassagen, etc. etc.. Mit Freude haben wir Roland ein Fotoalbum mit Beiträgen von aktuellen und früheren Lager-Weggefährten überreicht. Ergänzt wurde dies durch einen emotionalen Video-Rückblick auf die 9 Jahre Roland Eisert als Lagerleiter.

 

An der Nachfolge von Roland wird intensiv gearbeitet und zu gegebener Zeit informiert.

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Donnerstag

Leider beschäftigte uns auch am Donnerstag das Wetter-Thema über Gebühr. Pünktlich zum Morgen-Footing begann es zu schütten. Der Starkregen begleitete uns bis nach dem Mittag, bevor es etwas besser und v.a trockener wurde (zumindest prasselte von oben nichts weiter herab). Dazu wurde es empfindlich kühler. Und zwar so, dass beispielsweise der nahe Niesen vom sommerlichen Ausflugsberg, der er am Montag noch war innert 3 Tagen zur schneebedeckten „Swiss Pyramid“ (unter diesem Namen wird der Niesen vermarktet) mutierte.

 

Das schlechte Wetter verlangt unverändert eine flexible Trainingsplanung sowohl inhaltlich als auch bezüglich Standort. Dabei helfen uns die mitgebrachten polysportiven Geräte, die diese Woche schon intensiv im Einsatz standen. Heute dienten uns die Gänge der Unterkunft als zusätzliche Trainingsstätte.

 

Aber mal ehrlich: heute waren der Regen und die daraus abgeleitete Platzqualität nicht wegen der Trainings im Fokus (also schon auch, aber nicht prioritär), sondern wegen dem am Nachmittag angesetzten sogenannten Leiter-Spiel zwischen den TrainerInnen und den ältesten Junioren des Lagers. Um die Wichtigkeit dieses Traditions-Duells gebührend zu betonen wird die Tages-Berichterstattung an dieser Stelle abgebrochen und abrupt auf den Matchbericht übergeleitet.

 

Juniorenlager Trainer – Juniorenlager B-/C-Junioren 6:6 (5:3)

 

In einem hochstehenden Spiel bei schwierigen äusseren Bedingungen trennen sich die beiden Teams leistungsgerecht mit einem torreichen Unentschieden, wobei die erfahrene Leiter-Mannschaft ein Zwei-Tore-Pausenvorsprung nicht über die Zeit zu retten vermochte.

 

Das Matchfieber erhöhte sich bei beiden Teams samt ihren Anhängern im Verlaufe des Tages merklich, sodass Eva bereits reihenweise fiebersenkende Paracetamol und Ibuprufen bereitstellte. Der Spiel-Anpfiff bei kühlen bis fröstelnden äusseren Temperaturen erfolgte aber gerade noch rechtzeitig, sodass die unübersehbaren Symptome von Vorfreude schlagartig verschwanden. Dabei fanden die Trainer – wohl dank ihrer grösseren Erfahrung in ganz grossen Spielen – deutlich besser in die Partie. Sie übernahmen mit einer zwar etwas schwergewichtigen, aber überaus spielintelligenten Mittelachse, routinierten Verteidigern, laufstarken Aussenläufern und agiler Sturmspitze sofort das Spieldiktat und spielten die jungen Wilden zu Beginn regelrecht schwindlig. Mit attraktiven Ballstafetten, Fersenpässen und dergleichen begeisterte die Trainer-Mannschaft das frenetisch mitgehende fachkundige Publikum im geschichtsträchtigen Fussballtempel beim Frutighus. Es überrascht daher nicht, dass die Trainer bereits in der 9. Minute mit 2:0 in Front lagen. Dabei glänzten sie nicht einmal mit besonderer Effizienz vor dem Tor. Die Jungspunde wussten sich aber kurz darauf zu fangen und vermochten überraschend schnell zu reagieren, indem sie ihrerseits innert 9 Minuten den Ausgleich zu bewerkstelligen vermochten. Allerdings entpuppte sich die Aufholjagd als Strohfeuer, zogen die Trainer durch eine erstaunliche Triplette von Dani bis zur Pause doch wieder mit 5:3 weg.

 

Die Pausenansprache unter den sich selbst coachenden Junioren verfehlte ihre Wirkung offensichtlich nicht. Die Nachwuchs-KickerInnen kamen wie verwandelt und wild entschlossen auf den Platz zurück und vermochten bereits zum zweiten Mal einen Zwei-Tore-Rückstand wettzumachen. Diesmal vermochten sie den Elan mitzunehmen und gut 20 Minuten vor Schluss sogar erstmals in Führung zu gehen. Dieser Spiel-Umschwung lag dabei in keiner Art und Weise an den jungen Verstärkungsspielern beim Trainer-Team. Ganz im Gegenteil liess die Passqualität bei den arrivierten Spielern merklich nach, was die nun geforderte Aufholjagd unnötig erschwerte. Und wenn man trotzdem einmal zum Abschluss kam, rettete „Hubi – der Teufelskerl“ im Kasten der aufopferungsvoll kämpfenden Junioren und Juniorinnen. Diese verpassten die Vorentscheidung nur ganz knapp, als ihnen ein Abseitstor völlig zu Recht aberkannt wurde (auch wenn es zugegebenermassen knapp war). Anschliessend gelang dem Trainer-Team durch einen trockenen Schuss (TIEF in die ECKE!!!) der ersehnte Ausgleich zum torreichen Endstand von 6-6. So trennte man sich brüderlich bzw. schwesterlich unentschieden, nachdem sich beide Mannschaften vor dem Spiel mit bis an die Grenzen der Überheblichkeit zur Schau gestelltem Selbstvertrauen als klarer Sieger des diesjährigen Duells vorausgesehen haben.

 

 

FC Baar Juniorenlager Trainer – FC Baar Juniorenlager B-/C-Junioren    6:6 (5:3)

 

Trainer: Rahel; Céline, Rollo, Angie, Dani, Andrea M., Marco, Dario A., Dario B. und die jungen Verstärkungsspieler Nils B., Alex, Oliver, Kristina, David

Junioren B/C: Hubi; Valentina, Jon, Saskia, Adi, Tim, Nico, Leandro N., Michel, Anthony, Leandro F., Luki

Spielverlauf: 1:0 Dario A (3.), 2:0 Andrea M. (9.), 2:1 Luki (10.), 2:2 Adi (19.), 3:2 Dani (23.), 4:2 Dani (25.), 4:3 Tim (28.), 5:3 Dani (31.), 5:4 Leandro F. (35.), 5:5 Valentina (40.), 5:6 Michel (45.), 6:6 Dario A. (59.)

Schiedsrichterinnen: Nadina (1. HZ), Lucile (2. HZ)

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Mittwoch

Der Mittwoch hat sich bekanntlich seit langem als Besuchstag des Juniorenlagers etabliert. Das ist auch dieses Jahr erwartungsgemäss nicht anders. Und die Wettermacher hatten sogar ein Einsehen und haben insbesondere am Morgen ganz passables Wetter geschickt, gespickt sogar mit etwas Sonne und teilweise blauem Himmel. Und auch der Nachmittag blieb erfreulicherweise trocken bevor es pünktlich auf das Testspiel (davon später etwas mehr) der D-Junioren gegen den SV Muttenz am frühen Abend wieder zu schütten begann.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den gut gelaunten Besucherinnen und Besucher für ihren Besuch und ihr Interesse am Juniorenlager. Auch wenn die meisten logischerweise wegen ihrer Kinder ins Berner Oberland gereist sind, so interpretieren wir das zahlreiche Erscheinen auch als Wertschätzung gegenüber dem Juniorenlager und dessen Verantwortlichen. Wir danken an dieser Stelle für die vielen positiven und motivierenden Kommentare. Selbstverständlich nicht zu vergessen der herzliche Dank für die diversen Mitbringsel und finanziellen Zustüpfe.

 

Unsere Besucher haben aber nicht nur gebracht, sondern durchaus auch etwas geboten erhalten. So beispielsweise ein gemeinsames Mittagessen, bei welchem sie sich gleich aus allererster Hand überzeugen konnten, dass wir hier im Frutighus bestens verköstigt werden. Im Weiteren konnten sie live mitverfolgen, mit welch grosser Freude die Juniorinnen und Junioren die Lagerleibchen 2017 in Empfang genommen haben. Neu und adrett eingekleidet folgte gleich der nächste Programmpunkt mit der von Eliana und Lucile einstudierten und choreographierten Challenge zu  „Bring Sally up and bring Sally down“.

 

Selbstredend wollten die Eltern ihre Kids auch in voller Trainings-Action sehen. Ohne Anflug von Überheblichkeit, aber überzeugt von der eigenen Arbeit wagen wir zu behaupten, dass sie nicht enttäuscht wurden. Die Trainer-Crew hat auch am Mittwoch ein ebenso abwechslungsreiches wie anspruchsvolles Programm zusammengestellt unter Ausnützung der Möglichkeiten der Location (Beachvolley-Feld, Badi-Wiese, Fussballplatz, Parkplatz, etc.) und der diversen mitgebrachten Gerätschaften (Fussbälle, Hürden, Laufleitern, Ringe, Stepper, Jonglierbälle, Wippen, Springseile, Hütchen, Tore, etc.) sowie von technischen Hilfsmittel (Videoanalyse von gefilmten Trainingssequenzen). An dieser Stelle ist ein dickes Kompliment an die Trainer-Crew für ihre engagierte, professionelle und eben auch ideenreiche Arbeit zweifellos nicht fehl am Platze.

 

Nach einem anstrengenden Trainingstag waren unsere D-Junioren am Abend nochmals so richtig gefordert im Testspiel gegen den ebenfalls hier im Trainingslager weilenden SV Muttenz. Bereits im Vorfeld war absehba(a)r, dass die von Dario A. und Dani gecoachte zusammengewürfelte Truppe wohl hartes Brot zu essen haben wird. Die ambitionierten Baselländer wurden ihrer Favoritenrolle dank ihrer athletischen und technisch-taktischen Überlegenheit denn auch deutlich gerecht. In der von Dario B. routiniert geleiteten Partie haben sich aber unsere Kids durchaus wacker geschlagen und mit viel Einsatzfreude und –wille auch den einen und anderen attraktiven Spielzug herausgespielt. Dies u.a. unter den Augen von Vorstandsmitglied Urs Buob, dessen Besuch mit seiner ganzen Familie wir sehr geschätzt haben. Vielen Dank!

  

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Dienstag

Der Dienstag startete mit dem Rundgang des Weckkommandos unter Leitung von Tim „der Wecker“ De Koning um 07.15 h. Damit konnte (fast) pünktlich um 07.30 h mit dem zwar nicht gerade beliebten, aber trotzdem zum festen Tages-Programmpunkt gewordenen Morgen-Footing gestartet werden. Heute war dabei eine Regenjacke durchaus von Vorteil. Nach dem verregneten Sonntag und dem sonnigen Montag hielt der amtierende Wettergott heute einen repräsentativen Querschnitt seines umfangreichen Angebotes für uns parat. Sonne, Nieselregen, Gewitter, Starkregen, etc. Leider war der Anteil „nass“ gegenüber „trocken“ derart dominierend, dass wir unsere Flexibilität eindrücklich unter Beweis stellen konnten. Schnell und situationsgerecht haben die Trainingsgruppen ihre Einheiten bezüglich Inhalten und Standorten an die zeitenweise garstigen äusseren Bedingungen angepasst. So verlegte das „Team 3-D“ (Dario, Dario, Daniel) ihr Programm ins benachbarte Hallenbad zum Aqua-Jogging und Schwimmen.

 

Glücklicherweise konnte aber auch ordentlich trainiert werden. So fand heute das erste Goalie-Training statt. Dario und Rahel haben dafür altersgerechte sowie ausser-ordentlich interessante und abwechslungsreiche Spezialtrainings zusammengestellt. Die Baarer Torhüter haben es ihnen mit tollen Einsatz gedankt.

 

Heute konnten wir auch den ersten von drei Geburtstagen in dieser Lagerwoche feiern. Nein, nicht Tennis-Gigant Roger Federer (heute 36-jährig geworden) haben wir ein Happy Birthday zum Besten gegeben, sondern Oliver Pfyl. Nochmals herzliche Gratulation zum 10. Geburtstag! Die feinen Geburtstagskuchen (herzlichen Dank an die versierte Konditorin …) haben jedenfalls den Abend nicht mehr erlebt …!

 

Für alle Mamis (und selbstverständlich auch alle Papis und anderen Familienmitglieder) ein kurzer Zwischenbericht der medizinischen Abteilung. Abgesehen von einigen kleineren Wehwehchen sind glücklicherweise keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme oder Unfälle zu beklagen. Hoffen wir, dass das bis zum Ende so bleibt. Zu den Evergreens gehört selbstverständlich die Behandlung von Blasen. Unsere Sanitäterin Eva öffnet zu diesem Zweck jeweils vor Trainingsbeginn ihre beliebte „Pflästerli-Bar“. An dieser Stelle ein riesengrosses Dankeschön an Eva für ihre jahrelange, ebenso professionelle wie einfühlsame Behandlung von medizinischen und anderen Schmerzen.

 

Nach dem Nachtessen (Älplermagronen und Apfelmus) hat ein besonders befähigter Teil der Lager-Crew einen Räumungseinsatz absolviert, nach dem Motto „mit gutem Beispiel voran gehen“. Durch den wetterbedingt etwas hektischen Tag sah unsere Materialgarage gelinde gesagt etwas ungeordnet aus. Unter fachkundiger Leitung von Zaubermeister Merlin Thalmann haben seine Frutighus-Witches im Handumdrehen und wie von Zauberhand aufgeräumt. Ob das auch im 2. Stock funktioniert …?

 

Zum Ausklang des Tages verfolgte ein Teil der Kids den UEFA-Super-Cup zwischen Real Madrid und Manchester United. Glücklicherweise schaffte ManU den Ausgleich nicht mehr, sonst hätten die Diskussionen um die Nachtruhe wohl noch viel Energie gekostet.

 

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Nachtrag Montag

Nachtrag Sonntag

Montag

Was ist jeweils die brennende Frage am Montag? Richtig! Wie war die erste Lager-Nacht? Nun ja, alles in allem wohl eine eher überdurchschnittliche (im positiven Sinne). Somit weder Bad News noch Fake News, sondern einfach Good News zum Start in den Tag. Dieser dürfte gemäss Wetter-Prognose (siehe auch Bericht vom Sonntag …) der wohl schönste Tag der Woche werden. Tatsächlich begleitete uns die Sonne in freundlicher Art und Weise und ermöglichte das Trainieren bei idealen äusseren Bedingungen. Inwiefern die goldige Morgensonne den Kids das morgendliche Footing um 07.30 h tatsächlich versüssen konnte, wollen wir an dieser Stelle allerdings nicht unnötig weiter vertiefen.

 

Bereits heute Montag durften wir die ersten Besucher willkommen heissen. Hans Peter Wolf, Sport-Chef des FC Baar und selber langjähriges Lager-Crew-Mitglied, musste wegen einem Geschäftstermin seine Ferienabreise von Sonntag auf Dienstag verschieben und hat den freien Montag für einen Ausflug ins Berner Oberland eingesetzt. Die Diagnose lautet zweifelsfrei aktues Heimweh nach dem Juniorenlager, das allerdings durch geschickte Ferienplanung im 2018 sofort und vollständig geheilt werden kann …

 

Die zweiten Besucher waren Lisbeth und Ruedi Vonplon, die ihren Besuch des Schwingfests auf der Engstlenalp vom Samstag (Sieger Wenger Kilian) mit dem Besuch ihrer beiden Enkelkinder im Juniorenlager verbunden haben. Dieser Besuch freut uns auch deshalb besonders, weil die Vonplon Strassenbau AG eine der Junioren-Sponsoren des FC Baar ist.

 

Vor traumhafter Berner Oberländer Kulisse absolvierten die Juniorinnen und Junioren die sorgfältig und gewissenhaft vorbereiteten Trainingseinheiten und feilten an ihrer Fitness sowie ihren technisch-taktischen Fähigkeiten, um für den kommenden Saisonstart in Top-Form zu sein. Der Abschluss des Trainingstages war dann nochmals ein richtiger HIT, obwohl die Juniorinnen und Junioren diese Meinung garantiert niemals teilen werden. Eliana, unsere Expertin für Spezial-Trainings abseits von rein fussballerischen Inhalten, hat die Kids mit ihrem HIT-Training überrascht. HIT steht für High Intensity Training und drückt einem nur schon beim Lesen den Schweiss aus den Poren. Die jungen Lättich-Kicker haben denn auch ordentlich geschwitzt und geschnauft und sich ziemlich verausgabt. Einige heimlich in die nicht vorhandenen Bärte gemurmelte Wörter des Missfallens (also Fluchwörter) dürften wohl schon dabei gewesen sein. Aber: die Jungs und Mädchen haben gut mitgemacht, wobei bei den ältesten Junioren (im Teenager-Alter ….) eindeutig noch am meisten Steigerungspotential auszumachen war!

 

Die Zeit zwischen Nachtessen und Bettruhe wurde ausgefüllt mit individuellem Freizeitspass. Darunter Tischtennis, Fussball (!!!), etc. Mit Interesse erwarten wir zudem die Rückkehr unserer Trainerinnen Nadina, Céline und Angie, die für ein Testspiel gegen die U19 des FC Luzern unserer 1.-Liga-Frauenmannschaft in die Innerschweiz zurückgereist sind.

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Sonntag

3-2-1 und los geht’s mit dem Juniorenlager 2017! Am Sonntag-Morgen versammelten sich rund 50 Juniorinnen und Junioren sowie 15 Betreuerinnen und Betreuer unseres FC Baar auf dem Lättich. Bereits bei der Abfahrt begleitete uns unerwünschtes Nass von oben. Leider mussten wir darüber hinaus entsetzt feststellen, dass die Regen-Radar-Prognosen für den Nachmittag auch nicht hielten, was man sich von ihnen versprochen hat. Dabei hat es völlig überraschend auch nichts genützt, auf die jeweilige Wetter-App zu wechseln, die gerade das beste Wetter prognostizierte. Wie sagte schon Winston Churchill? Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

 

Der teils heftige Regen tat aber selbstredend der Spiel- und Einsatzfreude beim Eröffnungsturnier am Nachmittag keinerlei Abbruch. Das Mixed-Turnier quer durch die Spielergenerationen und Jungs und Mädchen ist mittlerweile zu einem ebenso bewährten wie beliebten Einstieg ins Juniorenlager geworden. Für einmal waren die Kleider anschliessend nicht nur schweiss-nass sondern triefend regen-nass. Wer mit einer, wie man in der Formel-1 sagen würde,  Ein-Stopp-Strategie ins Lager eingerückt ist, kann diese nach wenigen Stunden bereits wieder begraben. Heisst, wenn die Kids trotz vollgepackten Koffern dann doch die ganze Woche mit dem einen alleinigen Lieblings-Outfit trainieren wollten, können sie sich das abschminken. Die Kleider von heute werden bis morgen definitiv nicht wieder trocken.

 

Ein Thema, insbesondere bei den Girls, war heute selbstverständlich auch der Frauen-EM-Final in Holland zwischen den favorisierten Gastgeberinnen und dem überraschenden Aussenseiter Dänemark. Für einmal war als begründete Ausnahme auch Fernsehen während dem Nachtessen erlaubt. Die Sympathien der Baarer Juniorinnen und Junioren waren dabei einseitig zu Gunsten der Oranjes – dem neuen Europameister – verteilt.

 

Nach dem Nachtessen wurde das reich befrachtete Startprogramm motiviert weitergeführt. In den Trainingsgruppen der kommenden Woche wurden Workshops zum Lager-Motto 2017 „Fairplay und Respekt“ durchgeführt. Dabei geht es sowohl um Situationen im Alltag als auch auf dem Fussballplatz.

 

Nun freuen wir uns eine respektvoll ruhige erste Nacht und einen sonnigen-fairen Start in die neue Woche! 

 

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